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Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin

»Zwischen Mensch und Medizin«, Klara, Auszubildende zur Anästhesietechnischen Assistentin am Universitätsklinikum Jena

Klara, 21 Jahre alt, absolviert ihr zweites Ausbildungsjahr zur Anästhesietechnischen Assistentin am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Im Interview erzählt sie von ihrer Ausbildung und erklärt, was den Beruf für sie so besonders macht.

Junge Frau in OP-Kleidung hält ein steril verpacktes medizinisches Instrument in einem klinischen Vorbereitungsraum.
Klara absolviert ihr zweites Ausbildungsjahr zur Anästhesietechnischen Assistentin am Universitätsklinikum Jena. (Foto ©UKJ / JenaWirtschaft)

Klara, wie kam es dazu, dass du deine Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin im UKJ machst?

Schon seit längerer Zeit wusste ich, dass ich auf jeden Fall etwas mit Menschen machen möchte, gerne auch etwas Medizinisches. Dann habe ich mich umgeschaut, welche Optionen es gibt. Dabei bin ich auf die ATA-Ausbildung gestoßen. Ich habe mich informiert, was man dabei genau macht, was man vielleicht auch nicht machen muss und wie ein Arbeitsalltag abläuft. Das hat mir ganz gut gefallen und ich wusste, dass ich nach Jena gehen möchte.

Im Jahr 2023 habe ich mein Abitur gemacht und mich davor bereits für die Ausbildung beworben.

Was gefällt dir an der Ausbildung besonders?

Ich finde, dass die ATA-Ausbildung eine Mischung aus der Pflegeausbildung und der OTA-Ausbildung (Operationstechnische Assistentin) ist. Man hat sowohl dieses Operationsfeeling, denn man ist als ATA mit im OP. Gleichzeitig hat man auch, wie in der Pflegeausbildung, den Patientenkontakt, bei dem man versuchen kann, Nähe aufzubauen und Ruhe zu geben. Das hat mich überzeugt. Im Alltag kümmere ich mich um die Vor- und Nachbereitung von Narkosen und stehe unseren Ärztinnen und Ärzten der Anästhesie zur Seite. Dazu gehört auch Patientinnen und Patienten während der Narkose zu überwachen.

Was waren deine Erwartungen an die Ausbildung und wie sieht die Realität jetzt aus?

Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube, ich habe tatsächlich weniger Patientenkontakt erwartet. Ich dachte beispielsweise, dass man die Patientinnen und Patienten holt und fünf Minuten später schlafen sie bereits. Die Hauptaufgabe wäre dann, aufzupassen, dass nichts passiert, also auf die Kreislaufüberwachung und die Beatmung zu achten. Aber es ist tatsächlich viel mehr, auch davor schon, was man gar nicht so auf dem Schirm hat. Die Patientinnen und Patienten, die zu uns kommen, haben oft Ängste, was natürlich vollkommen normal ist. Dieser menschliche Aspekt ist viel größer, als ich ursprünglich gedacht habe. Am Anfang hatte ich sogar ein bisschen Angst vor dem Patientenkontakt, obwohl ich ihn wollte. Inzwischen finde ich diesen Part aber sehr schön.

Lernst du in deiner Ausbildung auch psychologische Elemente kennen, die dir zeigen, wie du Menschen am besten ihre Angst nimmst?

Ja, wir haben ein Lernfeld, in dem wir Kommunikation behandeln, und dabei haben wir das besprochen. Das fängt an mit der allgemeinen Patienten-Kommunikation, geht dann aber auch tiefer. Wir lernen den Umgang mit verschiedenen Personengruppen, etwa mit Kindern, sehr alten Menschen sowie Menschen verschiedener Religionen oder Kulturen.

Wie lange dauert die Ausbildung und wie ist sie aufgeteilt?

Die Ausbildung ist insgesamt in drei Jahre unterteilt. In der Regel haben wir zwei Wochen Praxis und dann zwei Wochen Schule. In der Praxis haben wir auch praktische Lehrveranstaltungen. Das habe ich heute zum Beispiel auch. Da werden uns Dinge gezeigt und erklärt, die wir in unserem Berufsalltag brauchen, um das zu festigen.

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei dir aus?

Nun, ich habe verschiedene Dienste. Meistens habe ich Frühdienst, entweder ab 6 Uhr oder ab 7 Uhr. Wenn ich zum Frühdienst komme, bringe ich erst einmal mein Zeug in den Pausenraum und schaue, in welchem Saal ich bin. Wir sind jeden Tag in einem anderen Saal eingeteilt, sodass wir zunächst in die Einteilung schauen müssen. Dann gehe ich zum Saal und muss zunächst meine Vorbereitung machen.

Sowohl im Einleitungsraum als auch im OP-Saal muss ich das Anästhesiegerät überprüfen, um sicherzustellen, dass alles funktioniert und es kein Leck gibt. Ich muss die Absaugung testen und die Gasabsaugung für die Narkosegase anschließen, damit sich die Gase nicht im Raum sammeln und wir alle einschlafen würden. Ganz wichtig ist es auch, die Anästhesiekommode durchzugucken, besonders, ob die Notfallmedikamente und die Atemwegssicherungen da sind, also das, was auf keinen Fall fehlen darf.

Ich werfe einmal einen kurzen Blick über alles. Anschließend sehe ich nach, was heute auf dem Programm steht, und bereite die Narkose vor, das heißt alles für die Einleitung und Aufrechterhaltung.

Junge Frau in OP-Kleidung bedient ein medizinisches Gerät
Klara bereitet das Anästhesiegerät vor. (Foto ©UKJ, JenaWirtschaft)

Welche Aufgaben machen dir dabei am meisten Spaß?

Generell macht mir das am meisten Spaß, was ich gerade neu gelernt habe, denn das ist immer noch aufregender.

Das Miteinander mit unseren Anästhesisten gefällt mir besonders. Teamwork mit unseren Pflegekräften gehört auch dazu.  Ich mag auch den Arbeitsablauf der Narkoseeinleitung: das Geben der Medikamente, das Intubieren, das Festmachen und Hereinfahren in den OP-Saal. Außerdem mag ich den Patientenkontakt, insbesondere vor der OP, wenn man merkt, dass man die Patientinnen und Patienten ein bisschen abholen und ihre Ängste nehmen kann. Besonders bei Kindern finde ich das schön. Ich habe gerade meinen Kindereinsatz, deswegen sind Kinder aktuell sehr präsent in meinem Kopf.

Gab es während deiner Ausbildung schon Herausforderungen und wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

Die größte Herausforderung war es zunächst, sich hier im OP-Trakt zurechtzufinden. Am Anfang habe ich mich ständig verlaufen. Im ganzen Haus verlaufe ich mich auch jetzt hin und wieder noch.

Und ansonsten hatte ich am Anfang tatsächlich Angst vor der Patienten-Kommunikation. Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte. Ich hatte Angst, dass ich etwas Falsches sage und sie dann noch mehr Angst bekommen. Aber das ist einfach durch das viele Üben weggegangen.

Wenn man mit den Patientinnen und Patienten so redet, wie man es sich selbst wünschen würde, ist eigentlich auch alles gut. Man bekommt auch ein Feedback durch die Antworten und die Art, wie sie mit einem reden. So weiß man, ob man es gut gemacht hat oder nicht. Und ansonsten sind es eben die täglichen Herausforderungen, die der Beruf mit sich bringt. Es kann immer mal etwas nicht nach Plan laufen. Da muss man einen kühlen Kopf behalten und entsprechend handeln. Und da habe ich das Glück, dass wir in unserer Ausbildung nie alleine sind. Wir haben immer jemanden, auf den wir zurückfallen können, der auf uns aufpasst und uns hilft, wenn wir Hilfe brauchen. Dadurch lernen wir, mit den Herausforderungen des Berufs umzugehen, indem wir nicht nur zuschauen, sondern direkt dabei sind.

Junge Frau in OP-Kleidung bedient ein medizinisches Gerät in einem klinischen Vorbereitungsraum
Narkosevorbereitung, -einleitung und -aufrechterhaltung gehören zu Klaras täglichen Aufgaben. (Foto ©UKJ, JenaWirtschaft)

Wie sehen deine Pläne nach der Ausbildung aus?

Ich habe mich an die Abläufe und Strukturen im OP-Trakt gewöhnt und komme gut mit meinen Kolleginnen und Kollegen zurecht. Daher möchte ich in den nächsten Jahren hier arbeiten. Über meine langfristige Zukunft habe ich noch nicht nachgedacht. Ich weiß nicht, wie sich mein Leben in einigen Jahren entwickeln wird oder wohin es mich verschlägt. Aber momentan ist mein Ziel, am UKJ zu bleiben.

 

Warum würdest du deine Ausbildung weiterempfehlen?

Meine Ausbildung macht mir viel Spaß. Sie bietet einen umfassenden Einblick in alle Fachgebiete in der Anästhesiepflege. Man arbeitet eng mit den Anästhesisten zusammen und begegnet sich auf Augenhöhe. Das ermöglicht eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Die Ausbildung bietet die Möglichkeit, sich umfangreiches Wissen anzueignen. Man führt nicht nur Anweisungen aus, sondern versteht die Zusammenhänge. Beispielsweise beobachtet man die Vitalzeichen und die Beatmung und reagiert entsprechend.

Was sollte man deiner Meinung nach mitbringen, wenn man sich für diesen Beruf interessiert?

Vor allem Einfühlungsvermögen für die Patientinnen und Patienten. Interesse ist unerlässlich. Ohne Neugier auf den Beruf wird es nichts. Man sollte sich für den menschlichen Körper, Operationen und Medikamente begeistern. Lernbereitschaft ist wichtig, denn Anatomie erfordert Auswendiglernen. Auch Kenntnisse über Medikamente sind entscheidend. Ein wenig Mathematik schadet nicht, besonders für Medikamentendosierungen. Meistens handelt es sich um einfache Dreisatzaufgaben. Teamfähigkeit ist essenziell, denn allein schafft es niemand. Der Operateur, die OP-Schwester und wir arbeiten gemeinsam. Wir ziehen alle an einem Strang, das ist entscheidend.

Was würdest du anderen vor dem Ausbildungsstart raten?

Auf jeden Fall würde ich raten, offen und kommunikativ zu sein. Sowohl mit den Patientinnen und Patienten als auch mit den Mitarbeitenden. Eigentlich sind alle sehr lieb. Man muss sich nur mit ihnen unterhalten und versuchen, sich direkt gut ins Team zu integrieren. Dann macht die Arbeit auch mehr Spaß. Man sollte auf keinen Fall Angst haben, etwas falsch zu machen oder einen Fehler zu begehen.

Respekt vor der Arbeit gehört dazu. Wenn man aber etwas falsch macht oder etwas nicht verstanden hat, sollte man auf jeden Fall Bescheid sagen. Falscher Stolz bringt nichts. Denn es geht immer noch um Menschen, die vielleicht gerade den gruseligsten Tag ihres Lebens haben, die Angst haben und das eigentlich nicht so gut verstehen. Menschlichkeit ist mir wichtig.

 

Junge Frau in OP-Kleidung prüft den Inhalt einer Schublade mit medizinischen Utensilien
Eine gute Vorbereitung vor der Narkose ist das A und O. (Foto ©UKJ, JenaWirtschaft)

Was gefällt dir an Jena?

Jena ist größer als meine Heimatstadt, was ich schön finde. Es gibt viele Möglichkeiten zum Essen gehen und Einkaufen. Ich mag die Innenstadt, besonders im Frühling, vor allem, wenn Märkte stattfinden. Das ist sehr idyllisch.

Jena vermittelt das Feeling einer Kleinstadt, hat aber trotzdem Vorteile einer Großstadt. Das gefällt mir. Ich mag meine Freunde in Jena, die ich durch die Ausbildung kennengelernt habe.

Welche drei Dinge liebst du an deiner Ausbildung?

Ich liebe die Teamarbeit und das Miteinander im Team. Außerdem genieße ich das selbstständige Arbeiten. Und die ständige Weiterentwicklung fasziniert mich – man ist nie am Ende, sondern kann immer weiterdenken und sich entfalten.


Die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin (ATA) vereint medizinisches Fachwissen mit einfühlsamer Patientenbetreuung. Wer sich für Technik, Teamarbeit und den menschlichen Aspekt der Medizin begeistern kann, findet hier eine vielseitige und sinnstiftende Berufsperspektive.

Daten und Fakten zur Ausbildung:

  • Dauer: 3 Jahre
  • Beginn: Jeweils zum 1. September des Jahres
  • Vergütung (Brutto/Monat): Die Vergütung variiert je nach Träger und Bundesland, liegt beim Uniklinikum Jena bei:
    • 1. Ausbildungsjahr: 1.380,70 € Euro (Brutto/Monat)
    • 2. Ausbildungsjahr: 1.446,70 € Euro (Brutto/Monat)
    • 3. Ausbildungsjahr: 1.553,00 € Euro (Brutto/Monat)
  • Voraussetzungen:
    • ein guter mittlerer Schulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss oder
    • Hauptschulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss mit
      • a) einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung in landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildungen in der Pflege (mindestens zwei Jahre)
      • b) einer bis Ende 2021 begonnenen Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegehilfe oder als Altenpflegehilfe von mindestens 1-jähriger Dauer
    • medizinisch-technisches Verständnis, Geduld und Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit und Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit
  • Ähnliche Ausbildungsberufe:
    • Operationstechnische/r Assistent/in (OTA)
    • Medizinische/r Fachangestellte/r
    • Pflegefachkraft (mit Schwerpunkt Intensivpflege/Anästhesie)

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